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Bitte lest Euch die Anleitung zuerst genau durch, bevor Ihr damit
beginnt, den Stoff zu zerschneiden. Dies könnte sehr hilfreich sein.



Schwierigkeitsgrad  mittel 
Stoffe ( empfohlen )   Oberstoff : Wollstoff / Kammgarn, Brokat, oder Samt Futterstoff : Seidensatin, sehr feines Leinen  
Weiteres Material  Leinenzwirn, Nähnadel, Schere, Maßband, Stift  
Arbeitsstunden ( Handnaht )  
Preis ( Stoffe )  ca. 90 Euro  
Versionen  eine 
Schnittmuster zum Verkauf ?   fragt einfach nach 


Kurze Erklärung

Hier stellen wir Euch eine Jacke vor, wie sie auf vielen Gemälden der Mitte
des 15.Jh. zu erkennen ist. Der Schnitt an sich ist simpel, die Jacke angenehm
zu tragen. Doch sollte man eine zweite Person hinzu ziehen, wenn es um den
korrekten Sitz der Fältelungen geht, oder die Falten allesamt fest nähen.





Schritt 1

Die mögliche Stoffwahl ist bereits oben beschrieben. Von Satin ist in einigen
englischen Schriften zu lesen. Es gibt ihn auch aus Flachs / Leinen, ist aber
eher selten zu bekommen. Für den Kragen empfehle ich einen andersfarbigen
Stoff, am ehesten schwarz. Wer die Jacke von Hand nähen will, und noch nie
Seide vernäht hat, der sei hiermit gewarnt. Er sollte viel Geduld und gelenkige
Finger mitbringen.

Wenn man sich das obiges Bild anschaut, erkennt man Vorder- und Rückseite,
sowie zwei Ärmelversionen, Kragen und Keile. Auf der Vorder- und Rückseite
seht Ihr insgesamt 8 Linien, dort werden die Keile eingesetzt. Die Jacke enthält
dadurch den typischen Faltenwurf am Rock. Die lange Seite des Ärmels wird
etwa 6-8 mal in Falten gelegt.

Hat man nun alle Maße und Stoffe zusammen, kann man beginnen,
die Stücke mit einem Spezialstift auf den Stoff zu zeichnen, um ihn
dann auszuschneiden. Die einzelnen Stücke des Oberstoffes eignen
sich übrigens hervorragend als Schablone für den Futterstoff.



Schritt 2

Zuerst näht man am besten alle Keile in die Stoffteile. Dann näht man
Rücken, und Vorderteile zusammen. Näht den Kragen ein ( Wer den
Kragen besticken will, sollte sich spätestens jetzt überlegen, ob er
das vor- oder nach dem Festnähen des Kragens tun will. ), und Ärmel
am Korpus fest, und verfährt mit dem Futter genauso. Beim Futter muss
man darauf achten, dass die Nähte "außen" sind. Die Außennähte werden
dann vom Oberstoff überdeckt. Sind Futter- und Oberstoff fertig, werden
sie ineinander gestülpt, und miteinander dort vernäht, wo sie zusammen
treffen. Z.B.: am unterem Saum, Ärmelloch für die Hand, etc.

Wenn nun der Futterstoff mit dem Oberstoff vernäht ist, kann man mit der
Pelzverbrämung beginnen.

Um die Jacke zu schliessen, müssen oben Nestellöcher eingenäht werden,
wodurch dann eine Nestel gezogen werden kann. Weiter unten empfehle ich,
sie oberhalb des Gürtels mit mehreren Haken und Ösen zu versehen. Haken
und Ösen gab es im Spätmittelalter schon, und sie waren nicht so sehr ver-
schieden von unseren heutigen Stücken. Wer will, kann sie aber mit Messing-
oder Silberdraht selbst herstellen.







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Letztes Update am 9.10.2008  


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