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Hier wird die Entstehung einer Houppelande gezeigt, welche mit weißem
Walkloden, gefüttert ist. Sie ist daher eigentlich nur etwas für den Winter,
bzw. die kälteren Tage.



Oberstoff : 100 % Schurwolle
Futterstoff : Walkloden
Stehkragen
100 % Handnaht
Fältelungen an Vorder- und Rückseite
Pelzverbrämung


Schritt 1

Nachdem ich mir einige Gemälde des Mittelalters genau angeschaut
habe, hatte ich eine Vorstellung im Kopf, wie dieses Kleidungsstück
mal aussehen wird, ebenso das Schnittmuster. Zuerst wurde wieder
ausgemessen.



Schritt 2

Da ich den Schnitt schon mehr oder weniger auswendig kenne, ging das
Vermessen schnell. Zuerst habe ich mich daran gemacht, den Oberstoff
zu bearbeiten. Hier halte ich mich an die "Houppelande Version 3". Unten
seht Ihr einen Ärmel, sowie eines der Vorderteile.





Schritt 3

Hier seht Ihr nun den Futterstoff. Habe begonnen, ihn zusammen zu
nähen, ebenso den Oberstoff. Er werden quasi zwei Jacken genäht,
die später ineinander gestülpt werden. Deshalb muss beim Innenfutter
die Naht auch außen sein. Ihr seht also auf dem nächsten Bild den
Rücken, mit eingenähte, aber unfertigen, Kragen. Das was da noch
absteht, wird später an die Halsform angepasst. Das Bild darunter
zeigt nocheinmal den Kragen.







Und weitere Bilder...

Das Innenfutter in komplett. Der Kragen ist, wie gesagt, noch nicht fertig.
Auch die Ärmel sind noch offen.





Hier seht Ihr eine Seite des Innenfutters, grob in Falten gelegt. Auch der
Ärmel ist in Falten fest genäht. Im Bild darunter seht Ihr den Einblick in
den Ärmel des Innenfutters, mit Falten.







Schritt 4

Ober- und Futterstoff sind nun fertig. Jetzt stülpe ich die zwei Jacken
übereinander, und hoffe, dass es passt. :-)

Es passt, und ich habe die Jacken miteinander vernäht. Gleichzeitig habe
ich den Kragen fertig gemacht.



Schritt 5

Nachdem die zwei Jacken ( Ober- und Futterstoff ) miteinander vernäht
wurden, steckte ich die Falten ab. Zunächst nur an einer Frontseite. Die
Front, und die Seitennaht zeigten mir, wie weit ich die Jacke falten kann,
ohne dass sie zu eng wird. Nach einigem Hin und Her nähte ich zuerst die
Falten auf der Rückseite fest. Genauso habe ich es bei den zwei Rückenhälften,
und der anderen Frontseite gemacht. Abstecken, anprobieren, festnähen.
Abstecken, anprobieren, festnähen... usw. Bis alle Falten von der Innenseite
vernäht sind. Damit sie dennoch flexibel sind, habe ich sie lediglich auf einer
Länge von etwa 10 cm festgenäht.



Schritt 6

In diesem Schritt nähe ich nun die Falten auf der Oberseite fest. Ebenfalls etwa
10 cm lang, und das ungefähr in Gürtelhöhe. Somit sitzen später alle Falten da,
wo sie sitzen sollen, und man spart sich die helfende Hand einer anderen Person,
weil man dieses monströse Kleidungsstück sonst nicht alleine anziehen könnte.
Im übrigen habe ich noch keine Naht auf einem Gemälde gesehen, was darauf
schliessen lassen könnte, dass die Falten eben von Hand bei jedem Ankleiden
gelegt worden sind, da man sich auch entsprechende Helfer leisten konnte.
Vielleicht hatten die Maler auch nur keine Lust, Nähte zu malen. :-) Wenn man
aber ohnehin eine zum Kleiden helfende Person um sich herum hatte, scheint
die nicht-fest-nähen-Methode praktischer, weil die Jacke sich so besser dem
sich ändernden Körperumfang anpassen kann. Z.B. wenn man unterschiedliche Kleidungsstücke darunter trägt, oder einfach zu sehr zu- oder abgenommen
hat. :-)



Schritt 7

Die Jacke ist soweit fertig. Hier folgen einige Bilder. Die ersten Beiden
zeigen die Jacke von vorne.







Hier seht Ihr die Innenseite mit den genähten Falten. Darunter seht
Ihr den Kragen von innen.







Die Jacke und der Kragen von hinten. Darunter seht Ihr die Falten am Arm.









Schritt 8

Nein, nein... die Jacke ist noch nicht ganz fertig. Theoretisch schon, aber ich
werde sie noch mit weißem Kaninchenfell dekorieren. Bilder kommen dann.



So. Die Jacke ist nun fertig verbrämt. Ich denke, die Bilder erklären sich selbst.















Unten seht Ihr eine Sammlung von Jacken mit üppigen Fältelungen.





Houppelande aus Wolle / Houppelande Version 1

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