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Manch einer mag immer wieder in die Situation kommen, schöne Handschuhe haben zu wollen. Meist kosten sie viel zu viel, oder sehen nicht so aus, wie man sie haben möchte. Hier könnt Ihr nun sehen, wie man seine eigenen Handschuhe herstellen kann. Einerseits ist es recht einfach, andererseits ist es recht schwer, den richtigen Schnitt zu erstellen, weshalb Handschuhe nicht un- bedingt für Anfänger geeignet sind, es sei denn, sie bringen viel Geduld und Ausdauer mit. Denn hier geht es um den schwierigsten Handschuh, den 5-Finger-Handschuh.
Das Schnittmuster stellt sich zusammen aus der für uns logischen Weiterentwicklung vom schönen Friedrich II - Handschuh mit sei- nem interessanten Schnitt, zu einigen Abbildungen spätmittelalter- licher Handschuhe, da man auf Letzteren die Nähte kaum erkennt.
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Obermaterial des Handschuhs ( Leder, Stoffe...)
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Eventuell Material zum Füttern der Handschuhe ( z.B. Pelz, Leder, Seide )
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Leinenzwirn ( ggf. gewachst )
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Nähnadel ( stabil, je nach Material )
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Material zum Erstellen einer Schablone, bzw. Testversuchs mit den gleichen dehnbaren Eigenschaften des tatsächlichen Handschuhs.
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Schere ( spitz )
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ggf. weitere Hilfsmittel, wie Ahle etc.
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Aufzeichnung des Handumrisses auf einem Blatt Papier. Danach wird das Bild "zerschnitten" und "verdoppelt", siehe die Abbildung des fertigen Stückes unten. Bitte denkt bei allen Stücken an die Nahtzugabe.
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Nachdem man nun den oben gezeigten Teil aus dem Stoff für die Handschuhe geschnitten hat, schneidet man nun auch ein zweites, Seitenverkehrtes Stück aus, indem man das erste Stück einfach anders herum auf das Material legt, und somit dann als Schablone benutzt. Hat man dies getan, geht es daran, die Zwickel der Finger zu erstellen. Die Zwickel sehen V-förmig aus, und werden nach der Darstellung der Finger von der Seite gefertigt. Das heißt, ein "V" für zwei Fingerseitenstücke. Legt diese V-Stücke so zwischen die Finger, um die letzten Feinarbeiten durchzuführen, dass Ende, welches tiefer hängt, minimal über den Handrücken liegt. Siehe dazu die nächste Abbildung. Beachtet auch hier die Nahtzugabe, sonst werden die Finger zu eng.
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Hat man nun die Zwickel alle fertig, geht es nun an den Daumen. Dazu zeichnet man zuerst einen Umriss um seinen abgespreizten Daumen, schneidet die Schablone an der Seite, die zur Hand zeigt, aus, und klappt sie zur Seite hin, wo der Daumen von der Hand weg zeigt. So erhält man eigenartiges Gebilde, welches zwar über- haupt nicht nach Daumen aussieht, aber tatsächlich mal einer wird, indem man an der geraden Kante entlang das Stück wieder zusam- men klappt, und später vernähen wird. Unten seht Ihr ein Bild von allen Schablonen für einen Handschuh. In diesem Fall für die rech- te Hand.
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Hat man sich vergewissert, dass man alle Teile ausgeschnitten, und sortiert hat, geht es nun ans Zusammennähen. Dies ge- schieht von der linken Seite des Materials. Der Handschuh wird später also umgestülpt. Wer die Handschuhe füttern will, muss das Futter allerdings von rechts zusammennähen. Es wird dann einfach vom Obermaterial überzogen. So sind alle Nähte unsicht- bar zwischen Obermaterial und Fütterung.
Sind die Hanschuhe fertig, und passen ? Dann könnt Ihr sie auch verzieren, wenn Ihr mögt. Zum Beispiel mit einer Ziernaht, an dem unteren Rand, wo Ihr das Futter mit dem Obermaterial vernäht habt.
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Brotbeutel / Umhängetasche / Mantel / Umhang
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