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Dies ist die Anleitung zum Kleiden eines Mannes, falls er vergessen hat, wie es geht.
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Endlich haben wir einen tapferen Mann gefunden, der uns freiwillig zeigt, wie er sich ankleidet.
Hier sehen wir ihn nun mit einer Bruche. ( Unterhose des Mittelalters ) Im Spätmittelalter waren die Unterhosen bedeutend kürzer geworden, sie hatten eine Ähnlichkeit mit Boxershorts, oder sogar mit String Tangas.
Nun wollen wir ihn erlösen, er darf sich weiter ankleiden...
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Ah, er hat sich ein Unterhemd angezogen. Dies erscheint mir sinnvoll. Die Unterhemden wurden, wie die Unterhosen, im Spätmittelalter kürzer, da die "richtige" Hose lange Bruchen und Hemdelin unpraktisch machte.
Ihr könnt erkennen, dass dieser Mann wohl recht viel Geld hat, sein Unterhemd wirft einige Falten. Er kann sich einfach mehr Stoff leisten. So ein Unterhemd ist sehr bequem. Aber das war doch nicht alles, oder ?!
Zeig´ her...
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Vielen Dank.
Er hat nun seine Hose angezogen. Im späteren Spätmittelalter wurden die Hosen an der Hüfte etwas höher, dafür der Schamlatz auffälliger. ( Je nach Region und Verboten der Mutter Kirche ) Der Schamlatz ist, wie der Name schon sagt, ein Latz, oder Lätzchen, welches direkt über der Bruche auf dem "besten Stück" liegt. Die Männer dachten, somit könnten sie den Frauen imponieren, und zeigen, wie männlich sie sind. Unser Freiwillige ist jedoch gesittet und anständig. Während die Spätmittelalterlichen alle Vorzüge der Hose genießen durften, mussten die armen hochmittelalterlichen Männer sich noch mit Beinlingen begnügen, das waren zwei einzelne "Hosenbeine", die an die Bruche befestigt wurden. Da weht schonmal ein Lüftchen mehr... Natürlich gibt es hier auch einige Vorteile...mir fallen gerade nur keine ein.
Ihr erkennt bestimmt die vielen "Striche" an der Hose, das sind zig Nestelschnüre, die durch Löcher oben am Hosenrand gesteckt werden. Noch werden sie nicht verknotet. Bevor die Hose wieder runter rutscht, darf er sich weiter anziehen...
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Interessant... Nun hat unser Opfer...ähm...Freiwilliger sich ein Wams angezogen. Wie die Hose ist auch das Wams mit einigen Löchern gespickt, dort hindurch zieht man nun die Nestelschnüre, und verknotet sie. Dann sitzt die Hose wie eine eins.
Als Knoten empfiehlt sich : Ein halber Knoten, und dann eine Schlaufe, wie beim Häkeln. Wenn man den Knoten aufhaben will, braucht man nur am richtigen Ende der Nestelschnur zu ziehen, der halbe "Sicherheitsknoten" ist dann auch leicht zu öffnen.
Nun werden sich bestimmt Einige unter Euch fragen, wie man denn als ein solches Knotenpaket seine Geschäfte verrichten kann ?! Ganz einfach: Knöpft das Wams auf, und ihr könnt es wie einen Overall hinten hinunter hängen lassen.
Nun wären wir fast fertig. Einige Männer verblieben bei dem Stand des Kleidens, hauptsächlich im Sommer. ( Natürlich dann mit Schuhen, Kopfbedeckung und Gürtel mit Anhängsel ) Im Spätmittelalter war sowas topmodern, schließlich konnte Jeder sehen, was Mann zu bieten hat.
Unser Freiwillige kleidet sich aber komplett an.
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*Fanfare*
Was lange währt, wird gut. Unser Freiwillige hat sich nun seine schicke Jacke angezogen, und darüber einen Gürtel mit Gürteltasche und Dolch. Besonders schick war es, den Dolch hinter die Gürteltasche zu stecken.
Danken wir ihm, dass er uns gezeigt hat, wie Mann sich kleidet.
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Frau / Anleitung zum Kleiden
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