|
|

|
Ihr habt Euch bestimmt auch schon einmal geärgert, wenn Ihr morgens in aller Herrgotts Frühe auf den Strassen entlang geht, es die ganze Nacht geregnet hat, und der Nachbar schon wieder seine Rinder vor Euch hinaus gebracht hat ?! Genau ! Die Schuhe sehen wieder unmöglich aus, dabei hat Euer Weib sie erst gestern Abend gereinigt.
Hier nun DIE Erfindung gegen Verschmutzung der Schuhe :
Die Trippen Dies sind Gebilde aus Holz oder Leder ( in diesem Fall aus Holz ), die unter die Schuhe geschnallt werden, und somit den Schuh, mit etwas Glück, über dem Schmutzniveau halten. Im weiteren Verlauf dieses Textes wird Euch eine Bauanleitung dargelegt, die so einfach ist, wie eine Bauanleitung nur sein kann. In kürzester Zeit sind Eure Schuhe sicher vor Unrat und Schlamm. Auf auf !
|
|
 |
Zwei Blatt Papier
|
 |
Bleistift und Radiergummi
|
 |
Eure Schuhe
|
 |
Zwei Holzklötze in passender Größe
|
 |
Eure Füße
|
 |
Ein paar Nägel
|
 |
Festes Leder
|
 |
Zwei Schnüre
|
 |
Holzleim, oder ähnliches
|
 |
Säge
|
 |
Raspel
|
 |
Schleifpapier
|
|
|
Los geht´s :
Ihr nehmt nun einen der zwei Holzklötze, legt Euren Fuß inklusive Schuh oben auf, und umzeichnet es sorgfältig mit dem Stift. Zeichnet dann einen Rand von etwa 1-2 cm um die zuvor gezeichnete Schuhform, und sägt an dieser Linie das Holz senkrecht aus. Die Spitze darf etwas grober ausfallen, sie wird später passend gemacht.
Nun sägt Ihr den Holzklotz auf eine Höhe von etwa 6 cm. Dies entspricht dem dritten Bild der ersten Zeichnung.
Jetzt wird es etwas komplizierter. Stellt Euren Fuß auf das Provisorium, und rollt den Fuß nach vorne ab. Da wo die Zehengrundgelenke sind, also der Knick am stärksten ist, müsst Ihr die Spitze absägen. Vom Holz, nicht von Eurem Fuß. Dies garantiert ein physiologisches Abrollen des Fußes beim Gehen. Doch vor dem Absägen, solltet Ihr natürlich die Stelle markieren, und sorgfältig einzeichen, denn wie auf dem letzten Bild der ersten Zeichnung zu sehen ist, werden nun weitere Teile des Holzklotzes ausgesägt. Beachtet bitte den Schwerpunkt unter der Ferse, nicht, dass ihr den Holzklotz zu weit hinten absägt. Der hintere Teil der "Brücke" sollte möglicht unter der Ferse liegen, sonst würdet Ihr allzu leicht nach hinten kippen. Probiert die richtige Stelle immer wieder aus.
|
 |
|
|
Nun seht Ihr, wie die abgesägte Spitze mit dem Rest der Trippe mittels stabilem Lederstück verbunden wurde. Ich habe das Leder an beiden Auflagen mit Holzleim fest geklebt, und dann mit handgeschmiedeten Nägeln stabilisiert. Es hält wirklich sehr gut.
Jetzt kommt der Feinschliff. Meine Trippen sind größenteils mit einer Holzraspel geraspelt, und mit Schlei- oder Sandpapier fein geschliffen.
Das Lederstück an der Ferse ist auch etwas kniffelig. Es sollte individuell angepasst werden, damit es gut sitzt. Sicherer Halt in Trippen ist das "A" und "O".
Zum Schluß kommen nun je ein Stück Leder rechts und links vorne an die Trippe. Alle Lederstücke sind bei meiner Version mittels Nägel fixiert. Die zwei Lederstücke kann man nun durch ein Loch an der Spitze, mit einem Bändchen zubinden.
|
 |
|
|
Dies sind meine ersten Trippen. Hatte sie damals aus Zeitgründen, und Mangel an einer vernünftigen Säge aus drei Stücken einer Dachlatte, die hochkant gestellt, und gut miteinander verleimt wurden, gebaut. Kleine Lederstücke bekommt man oft sehr günstig. So hat mich dieses Trippenpaar weit weniger, als 10 Euro gekostet. Na wenn DAS kein Grund zum Nachbau ist ?! :-)
|
 |
|
|
|
|
Bitte bewerten Sie diese Seite durch Klick auf die Symbole.
Ihre Stimme wird gezählt. Bitte warten Sie...
|
Sonstiges / Nesteln
|
 |
 |
 |
|